Svenja, wie machst du als Fotografin eigentlich deine Fotobücher?

Ja, Fotobücher machen eine Menge Arbeit,…
…aber für mich sind sie jede Arbeit wert. Meine Kinder lieben es, darin zu blättern und sich zu erinnern.
Ich mache für meine Kinder jedes Jahr ein eigenes Buch (ok, aktuell bin ich etwas im Rückstand). Meiner Meinung nach, ist das Wichtigste dabei die Vorarbeit. Wenn Du die hast, dann ist der Rest (fast) ein Kinderspiel. Es fängt schon bei der Sortierung der Fotos an. Wie ich das mache, habe ich Dir im letzten Blogbeitrag ausführlich erklärt.

Ich nehme mir also unsere Familiebilder vor,…
…gehe jeden Monatsordner durch und wähle die Fotos aus, die unbedingt ins Buch sollen. Die kopiere ich mir dann in einen Ordner, den ich z.B Fotobuch_Julius_13 nenne. (Denk unbedingt daran, diesen Ordner nachher wieder zu löschen, sonst hast Du irgendwann alle Bilder doppelt gespeichert und das kostet in der Summe schon eine Menge Speicherplatz.)
Wenn ich aus allen Ordnern des jeweiligen Lebensjahres meine Lieblingsbilder rausgesucht habe, mache ich das noch mit den Handyaufnahmen. Dann habe ich erstmal eine große Anzahl an Fotos, die sortiert werden wollen.
Zu bestimmten Themen…
…mache ich Unterordner wie Ostern, Frühling, Sommer, Herbst, Weihnachten, Geburtstag. Dazu kommen noch Ordner wie Urlaub, Ausflüge, Freunde, Familie, Hobbies. Ich finde es über die Jahre total schön zu sehen, mit wem die Kinder gerade befreundet waren. Von allen engeren Familienmitgliedern kommt auch immer ein Foto mit dem „Fotobuch“-Kind rein. Bei mir gibt es auch immer eine ganze Seite mit Mama-Kind-Fotos, das gleiche für den Papa und die Schwester.


Wenn Du die Bilder in die Ordner verteilt hast,…
…, bleiben meist noch ein paar über. Die packe ich auf das Cover als buntes Potpourrie des Jahres. Auch das hat bei uns Tradition.
Und dann starte ich mit der Gestaltung auf Saal Digital. Ich nutze jedes Jahr das gleiche Format (A4 quer), weil sie dann im Regal schön symmetrisch nebeneinander stehen. Das gefällt meinem inneren Monk am besten. Die Seiten innen sind bei mir immer in matt oder Silk, weil das mit kleinen Kinderhänden meiner Erfahrung nach am besten funktioniert.

Die erste Seite ist das,…
…was nach dem Geburtstag kommt. Bei unserem Sohn ist das die Vorweihnachtszeit. Da kommen dann ein paar Fotos vom Backen, dem Öffnen des Adventkalenders und dem Nikolaustag hin. Dann gibt es z.B.eine ganze Seite vom Weihnachtsfest. Und so gehe ich chronologisch das Jahr durch und ende mit dem Geburstag. Eine Seite bekommt natürlich auch immer unser Familienshooting, was bei uns meist in der Vorweihnachstzeit liegt.

Als die Kinder kleiner waren,…
… gab es am Ende auch noch eine Seite mit Meilensteinen aus kleinen Textbausteinen. Auf den Fotoseiten mache ich fast gar keinen Text oder nur eine kleine Überschrift wie „Meine Freunde“ oder „Meine Familie“. Ich persönlich mag auf den Fotoseiten nicht so gern viel Text. Das ist natürlich Geschmachsache. Oft sind es bei mir Layouts mit mehreren Fotos. Ein oder 2 größere und 3-6 kleinere als Ergänzung. Manchmal nehme ich auch nur ein großes über die Doppelseite.
Beim Hintergrund…
… nehme ich manchmal ein schlichtes weiß oder grau, manchmal aber auch eine Farbe aus dem Bild selbst. Saal Digital hat da die Pipettenfunktion, so dass du genau die Farbe aus dem Foto wählen kannst. Das passt auch manchmal ganz gut. Probier einfach mal aus, was Dir am besten gefällt.

